Archive for Februar 2010

Besuch einer Schneiderei in Lomé

15. Februar 2010

Togo assist unterstützt eine Schneiderei in Lomé welche zwei Lehrtöchter mit Lehrvertrag in der Schneiderkunst  ausbildet. Wir haben dieser Schneiderei besucht und gesehen wie hier in Afrika noch mit menschlicher Energie genäht wird.

Die Nähmaschinen werden noch mit den Beinen betrieben.  In  dieser Gegend  ist kein Stromanschluss vorhanden.

Die beiden Zwillingsschwestern haben das Glück hier eine Schneiderlehre machen zu können und nach zwei Jahren dann eine Lehrabschlussprüfung mit Diplom erwerben.

Habe es nicht für möglich gehalten, aber in dieser Schneiderei werden die Stoffe noch mit Bügeleisen wie aus alten  Zeiten mit Holzkohlen beheizt, gebügelt. Erstaunlich wie weisse Kleider dabei nicht schmutzig werden.

Ich habe mir ein Hemd machen lassen. Um das Masshemd zu machen hat mich der Schneidermeister  vermessen. Habe am andern Tag das wirklich  schön verarbeitete Hemd für 2000 CFA umgerechnet CHF 5.00 gekauft.

 

 

 

 

 

 

 

 

Das Hemd von Claude d’Almeida war das Model welches ich wollte und so wurde es auch hergestellt. Super!!!!!!

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Übergabe einer Ambulanz und Demo Waterdrop 2 UVC System

13. Februar 2010

Am 4. Dezember 2009 um 10:00 Uhr war die Übergabe eines Ambulanzfahrzeuges an ATBEF  – Association Togolaise pour le Bien-Etre Familial – Clinique in Lomé durch http://www.togo-assist.ch.Diese Klinik und Einrichtung wurde 1975 auf dem Gebiet von Togo in Lomé gegründet. Zuerst war ihre Leistung in der Familienplanung später erweiterte sie ihre Dienstleistung auf die sexuelle und reproduktive Gesundheit und kämpfte als private Organisation gegen die Mütter -und Kindersterblichkeit, Aids-Prävention und vieles mehr.

Hier wird die Ambulanz welche in der togo assist Garage überholt wurde von der Stefi gesteuert zur Klinik gefahren.

Das Bild zeigt  zeigt die Ambulanz welche übergeben wurde und das togo assist Team und das ganze ATBEF Team mit Direktor, der Frau des Präsidenten und dem Personal.

Nebst der Ambulanz wurden einige Spitalbetter und sehr viel anderes  Spitalmaterial der ATBEF Organisation übergeben.

 

 

 

 

 

Charles Adjete von Togo assist wie immer als guter Retoriker übergab dieses Material natürlich auch mit Übung am Objekt. Die Belegschaft mussten an der Tragbahre und im Fahrzeug einiges erlernen und üben.

 

 

 

 

 

 

 

 

Auch aqua pura hat das Waterdrop 2 System der Klinik vorgeführt. Charles und Claude d’Almeida hat es in der Sprache der Togolesen super demonstriert und vorgestellt. Wasser aus der Wasserleitung ist nach der Vorschrift von aqua pura bestrahlt worden. Der Direktor hat davon konsumiert und war ab dem Waterdrop System beeindruckt. Das System bleibt in der Klinik und wird von Claude d’Almeide von ADeD betreut.

Mr Koffi Vidzrakou le directeur exécutif  als Vertreter der ATBEF Klinik und der Belegschaft bedankte sich recht herzlich für die so wichtigen neuen Geräte für seine Klinik. Für Togo assist, ADeD und aqua pura ging ein glücklicher Tag vorüber mit dem Gedanken etwas sehr gutes geleistet zu haben.

 

3. Teil Besuch eines Schmiededorfes und Rückfahrt nach Lomé

7. Februar 2010

Nach dem Besuch in Koutammakou und den gespeicherten Eindrücken fuhren wir über Kara in die Region Bassar. Bei einem Abstecher in ein Dorf in welchem noch eine alte Handwerkerwelt lebt, ich nenne es der Steinschmiede. Man hält es fast nicht für möglich, da hämmert ein Schmiede glühendes Eisen mit einem grossen Steinen als Schmiedehammer auf ein noch grössern Stein als Amboss. Das glühende Eisen wird aber  doch schon mit einer Metallzange gehalten. Über ein Feldweg und zwischen den ortsüblichen Häuschen sind wir bei der Schmiede angelangt.

 

 

 

 

 

 

 

 

Der gut gebaute muskulöse Schmied hat uns einen freundlichen Empfang geboten.

 

Die Schmiede ist in einem sehr kleinen Häuschen auf kleinstem Raum. Der Schmied zeigt uns vorgängig mit was für Eisen man arbeitet und was es dann für eine schöne Feldhacke  daraus gibt.

 

 

 

 

 

Jetzt können wir uns die Schmiede aus nächster nähe betrachten. Im Hintergrund sitzt ein Männliches blindes Familienmitglied welcher das Feuer des Schmiedes mit Hilfe von zweier Blasbälge und Holzkohle ununterbrochen und intensiv auf Vollglut heizt.

 

 

 

 

 

 

 

 

Jetzt zeigt uns der Schmied wie er mit voller Muskelkraft so ein glühendes Eisen schmiedet und verformt. Uns hat er gezeigt wie  mit   Energie und Schweiss so eine schöne Hacke gemacht werden kann.

 

 

 

 

 

 

Nach getaner Arbeit möchte er natürlich seine Hake verkaufen. Mit einem kleinen Obulus von uns war er auch zufrieden.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Das ist die Frau und eines der Kinder des Schmiedegesellen,  sie ist zuständig für den sogenannten Afrikahaushalt.

 

Nach diesem Besuch ging die Fahrt mit einigen Stops in Richtung Lomé. Unterweg kauften wir Jamswurzeln so eine Art von Nationalkartoffel von Togo ein.  

 

 

 

 

 

 

Glücklich und zufrieden sind wir vor dem totalen Sonnenuntergang in Lomé eingefahren. Unser Zweitagesausflug war wirklich eindrücklich und lehrreich. Charles ( togo assist ) und unserem Chauffeur sei herzlich gedankt.

2.Teil Besuch Kara Region -Koutammakou- UNESCO Weltkulturerbe

4. Februar 2010

Am 2. Dezember 2009 war Abfahrt in den Nordenosten von Togo in eine Trockensavannen-Landschaft im angrenzenden Teil von Benin in das Gebiet der “ pays Tamberma „.  Auf der Fahrt auf geteerten wie auf Naturstrassen begegnete man immer wieder  Lastfahrzeuge im Strassengraben. Meiner Meinung nach überschätzen sich manche Fahrer an ihrem fahrerischen können.  Die Nationalstrasse war jetzt gesperrt und wir mussten durch eine Umfahrungsstrasse in der Savanne  fahren. Ob die Bergung dieses Fahrzeuges gelang ist unbekannt.

 

 

 

 

 

 

10.00 Uhr, es ist schon sehr heiss, sind wir im Gebiet Tamberma -man kann sagen im Busch- angekommen. Nach der Kontrolle,  der Bezahlung eines Tickets und der Übernahme des  obligatorisch Reiseführers ging die Fahrt über den holprigen Savannenweg einer stark defekte Brücke des Keranflusses welcher von Benin kommt zu einem der Tambermadörfer.

 

 

 

 

 

 

Empfangen wurden wir bei einem der vielen Dörfern vom Dorfchef. Gegen ein kleiner Obulus erlaubte er uns Fotografieren zu dürfen. Voller stolz hat er uns erzählt, dass er 9 Frauen und 15 Kinder habe. Der Chef steht unter einem Affenbrotbaum und die Früchte daran kann man Essen.

 

 

Viele der aus Lehm erbauten Häuser ( “ Takienta “ ) sind zweigeschossig, solche mit Flachdächer sowie konischen Kornkammern. Das was so aussieht wie eine Satelitenschüssel ist der Deckel der Kornkammer.

Eine andere Art von Vorratskammer sind Kugelförmig und werden als Maiskammern benützt. Vermutlich sind diese aus gebranntem Lehm hergestellt. Beim Dorfeingang sind magische konische aus Lehm hergestellt Blöcke welche z.B. schlechte Geister vom Dorf fernhalten sollen.

 

 

 

 

 

Die Kopfbedeckung der Bewohner ist ein Antilopengehörn und soll die Antilopengöttin verehren.

 

 

 

 

 

Auffallend war, dass in diesem Dorf sehr viele Kleinkinder grosse Bäuche wie auch Nabelanomalien haben und wir uns gefragt haben, warum? Ein Rotkreuzmitarbeiter war zur gleiche Zeit in diesem Dorf und ich habe mir erlaubt  ihn zu Fragen was er hier macht. Seine Antwort: Er werde die Gesundheit der Bevölkerung in dieser Gegend überwachen und das Ergebnis der Rotkreuzzentrale in Lomé melden damit medikamentöse Hilfe geleistet werden kann. Zurzeit brauchen die Leute Vitamin A. Unsere Meinung war, das die Kleinkinder unter einer einseitigen Ernährung leiden weil sie nur Kohlenhydrate wie Hirse und Mais und zu wenig Eiweis bekommen.

 

 

 

 

 

In der Kornkammer steht der staatliche Führer und darunter unser Chauffeur sowie unser Dirigent Charles als unser Antilopengott.